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Tipps und Tricks

Löwenzahn – das Unkraut als Nutzpflanze

Der gelbe Löwenzahn ist im Garten meistens nicht gern gesehen. Oft wird er als Unkraut angesehen, dabei ist er eine Nutzpflanze mit heilenden Wirkungen, die noch dazu lecker schmeckt. Der Löwenzahn ist auch als Echter oder Gemeiner Löwenzahn bekannt und blüht von April bis Juni. Ende Juni wird aus dem Löwenzahn die bekannte Pusteblume. Der Löwenzahn wächst überall, wo es reichhaltigen Boden gibt. So ist es kein Wunder, dass er auch in vielen Gärten auftaucht, wo er nicht erwünscht ist. Aber Achtung: Den ausgerupften Löwenzahn braucht man nicht wegzuwerfen, denn die die Pflanze ist essbar – und das im Ganzen!

Löwenzahn ist essbar

Löwenzahn im Allgemeinen verbessert den Stoffwechsel und hilft dem Körper beim Reinigen von Giftstoffen. Gegessen werden können die Blüten, Blätter, der Stängel und sogar die Wurzeln. Die Blüten enthalten wichtige Mineralstoffe und Eiweiß, während die Blätter mit Eisen, Provitamin A und Vitamin C angereichert sind. Der Stängel kann wie ein Schnittlauch roh gegessen werden. Der darin enthaltene Milchsaft regt die Verdauung an, im Herbst wird aus dem Milchsaft dann ein zuckerähnlicher Stoff. Obwohl der Löwenzahn ungiftig ist, sollte man nicht zu viel vom Milchsaft essen, dieser verursacht in zu großen Mengen nämlich Bauchschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden und Übelkeit. Die Wurzel hat einen sehr bitteren Geschmack und sollte deshalb mit Bedacht verwendet werden. Sowohl Stängel als auch Wurzel bringen die Verdauung in Schwung und löst Verstopfungen. Aus Löwenzahn lässt sich übrigens auch Sirup, Tee und sogar Kaffee herstellen.

Löwenzahn anbauen

Geerntet werden die Blüten und Knospen am besten zwischen März und April, da zu dieser Zeit die Pflanzen noch jung sind und weniger bitter. Die beste Zeit zum Ernten der Wurzeln ist der März und auch August sowie Oktober. Auf den Geschmack gekommen? Löwenzahn lässt sich ohne viel Aufwand im Garten anbauen: Einfach die Samen einer Pusteblume mit ein wenig Abstand zueinander einen Zentimeter tief in der Erde vergraben und abwarten. Das macht man am ehesten im August oder September oder vor Beginn der Blütezeit im März oder April.