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Tipps und Tricks

Kaffee in Österreich – Garten oder Kaffeehaus?

Ob zum Wachwerden am Morgen, als Heißgetränk zum Dessert oder aus der Maschine im Büro – Kaffee ist das beliebteste Getränk in Österreich. 86,4 Prozent der Österreicher trinken Kaffee, laut des Kaffeereports 2020. Weltweit gibt es 124 bekannte Kaffeearten, die alle aus Afrika, Madagaskar und den Maskarenen, einer Inselkette östlich von Madagaskar, stammen. In Europa wurde der Kaffee erst im 17. Jahrhundert bekannt, damals wurde er von Türken und Arabern unters Volk gebracht. Heute ist Brasilien der weltgrößte Kaffeeexporteur, doch auch in den Gärten von Hobbygärtnern ist die Pflanze zu finden. Für alle, die gerne Kaffeepflanzen im eigenen Garten züchten möchten, haben wir die wichtigsten Infos zusammengesucht!

Kaffee im eigenen Garten züchten

Die Kaffeepflanze eignet sich sowohl als Zimmerpflanze als auch als Kübelpflanze im Gewächshaus. Hat man die Pflanze allerdings im Garten stehen, sollte man darauf achten, dass es nicht kälter ist als 20 Grad. Fallen die Temperaturen unter 20 Grad, sollte man sich die Pflanzen ins Haus holen.

Beim Einkauf ist es wichtig, möglichst frische Kaffeesamen zu verwenden, denn diese wachsen am besten. Sind die Kaffeesamen nicht verpackt, kann man die Frische an ihrem Geruch erkennen. Je säuerlicher dieser ist, um so frischer sind die Samen.

Bevor die Samen gepflanzt werden, legt man sie für ungefähr eine Stunde in warmes Wasser, damit sie besser gedeihen. Danach kann man sie in einen kleinen Blumentopf einpflanzen, die Erde sollte dabei feucht sein. Generell brauchen Kaffeepflanzen viel Wasser, ihr solltet also auf keinen Fall aufs regelmäßige Gießen vergessen. Wichtig ist auch, das kalkfreies Wasser verwendet wird, denn die Pflanzen vertragen Kalk nicht.

Die hellen Samen keimen nach etwa sechs Wochen, ab da entwickeln sich die Kaffeepflanzen zu kleinen Bäumen. Hat man beim Einsetzen einen recht kleinen Blumentopf verwendet, sollte man zu diesem Zeitpunkt die Pflanze in einen größeren Topf umsiedeln. Kaffeepflanzen mögen übrigens Halbschatten, ihr solltet sie auf keinen Fall direkt in die Sonne stellen. Zudem wachsen sie bei hoher Luftfeuchtigkeit besonders gut. Alle zwei Wochen sollten die Pflanzen gedüngt werden, von März bis September. In den restlichen, kälteren Monaten ist das nicht nötig.

Die Früchte der Kaffeepflanze sind anfangs grün und wachsen direkt an den Stielen. Reife Früchte erkennt man an ihrer roten Farbe. Dann kann man sie pflücken und das Fruchtfleisch ablösen. Die unberührte Kaffeebohne hat eine hellgelbe Farbe. Nach der Ernte werden die Bohnen getrocknet, das geht z. B. auf einer warmen Fensterbank. Nach dem Trocknen werden die Bohnen in einer Pfanne geröstet. Achtung: Um den vollen Geschmack des Kaffees zu erhalten, sollte man die Bohnen nach dem Rösten etwa drei Tage liegen lassen. Während dieser Zeit entfaltet sich der Geschmack, danach kann man ihn mahlen und aufgießen.

Kaffeehauskultur in Österreich

Wer nicht so lange auf seinen Kaffee warten möchte, kann jederzeit die Kaffeehauskultur in Österreich genießen. Vor allem Wien und Salzburg sind bekannt für ihre Kaffeehäuser. Die Wiener Kaffeehauskultur wurde 2011 sogar zum immateriellen Kulturerbe ernannt. Im 19. Jahrhundert waren Kaffeehäuser quasi der zweite Wohnort von Künstlern, manche ließen sich sogar die Post dorthin schicken. In den Kaffeehäusern wurde aber nicht nur Kaffee getrunken, sie waren ein Treffpunkt für allerlei Intellektuelle, wie etwa Sigmund Freud, die sich untereinander austauschten.

Besondes empfehlen können wir auch Konditorei-Kaffee Zauner in Bad Ischl. In Bad Ischl residierte jeden Sommer der österreichische Kaiser Franz Joseph Karl, der die Konditorei öfters besuchte. Besonders bekannt ist der Zaunerstollen, den es nur in der Zauner Konditorei gibt und der ausgezeichnet zu einer Tasse Kaffee schmeckt. In Österreich gibt es übrigens viele verschiedene Kaffees, da kennt man sich manchmal gar nicht aus. Wir erklären euch, wie sie heißen und worin sie sich unterscheiden!

  • Ein kleiner Schwarzer ist ein Kaffee, der nur mit heißem Wasser hergestellt wird. Er ist schwarz und schmeckt bitter. Ein Großer Schwarzer ist einfach die doppelte Menge Kaffee.
  • Ein kleiner Brauner ist ein kleiner Schwarzer, zu dem Milch oder Schlagsahne hinzugegeben wurde. Dadurch erhält er seine helle braune Farbe. Mit der doppelten Menge Kaffee wird es ein großer Brauner.
  • Ein Verlängerter ist ein kleiner Schwarzer oder Brauner, der mit heißem Wasser gestreckt wurde.
  • Dem sogenannten Kapuziner werden nur ein paar Tropfen Schlagobers beigemengt.
  • Der Fiaker wird in einem großen Glas serviert und enthält viel Zucker, außerdem wird Schnaps oder Rum dazu serviert.
  • Der Wiener Melange besteht zu einer Hälfte aus Kaffee und zur anderen aus aufgeschäumter Milch.

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