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    Igel im Garten – Tipps

    Was raschelt da im Gebüsch? Was ist das für ein kleiner, runder Schatten, der zwischen den Ästen vorbeihuscht? Natürlich handelt es sich um einen Igel! In den Monaten August und September sind es vor allem Igelbabys, denn zu dieser Zeit kommt der stachelige Nachwuchs zur Welt. Bei der Geburt sind deren Stacheln noch weich, mit der Zeit härten sie aus und werden als Schutz vor Angreifern genutzt. Dabei Gefahr rollt sich der Igel zusammen und richtet gleichzeitig seine Stacheln auf, die alle eigene Muskelstränge besitzen. Übrigens: Igelstacheln sind spitzer als Stecknadeln.

    Igel sind hauptsächlich in der Nacht aktiv, auf ihrem Speiseplan stehen Insekten, Regenwürmer, Spinnen und Schnecken. Da ist es nicht verwunderlich, dass Igel in den Garten kommen und dort auf die Jagd gehen. Wer die scheuen Tiere beobachten möchte, legt sich am besten zwischen 18 und 21 Uhr still und heimlich auf die Lauer, denn zu dieser Uhrzeit sind Igel am aktivsten. Um Ihren Garten möglichst igelfreundlich zu gestalten, können Sie sich folgende Tipps zu Herzen nehmen: Igel legen auf ihren Streifzügen weite Strecken zurück und kommen durch viele Gebiete hindurch. Die Tiere sollten deshalb die Möglichkeit haben, problemlos von Ihrem Garten in einen anderen zu gelangen. Schaffen Sie Durchgänge.

    Igel suchen oft in Unterschlüpfen verschiedenster Art Schutz, dazu gehören Büsche und Sträucher sowie Kompost-, Stein- und Laubhaufen. Belassen Sie diese Unterschlüpfe an Ort und Stelle bzw. seien sie besonders vorsichtig, wenn Sie im Sommer den Rasen mähen oder im Herbst Laub kehren. Wer keine natürlichen Verstecke im Garten hat, kann auch im Geschäft ein Igelhaus kaufen oder sogar selbst eines bauen.

    Da Igel verschiedene Tierarten fressen, ist es wichtig, im Garten für Lebensräume unterschiedlicher Tiere zu sorgen. Zum Beispiel können Sie beim Mähen der Wiese einen Teil unberührt lassen. So finden Igel im flachen Gras Regenwürmer und können im hohen Gras Insekten jagen.

    Halten Sie Abstand von chemischen Mitteln gegen Schädlinge und Pflanzenschutzmitteln. Diese Mittel schaden einerseits den Igeln, andererseits vertreiben Sie die Nahrungsquellen der stacheligen Tiere.

    Wasser und Futter für Igel

    Oft kommt es vor, dass Igel nicht genug Nahrung für ihren Winterschlaf finden. Deshalb sollten Sie auf jeden Fall Wasserstellen aufstellen, an denen die Igel trinken können. Am besten eignen sich dafür flache Schalen, die schwer genug sind, um nicht vom Wind umgeworfen zu werden.

    Im Fachhandel gibt es zwar spezielles Igeltrockenfutter, allerdings reicht das als alleinige Futterquelle nicht aus. Igel vertragen Katzenfutter und ungewürzte Eierspeise besonders gut, da sie viele Eiweiße und Kohlenhydrate enthalten.

    Das sollten sie nicht füttern: Milch, Obst, Gemüse und Insekten. Igel fressen kein Obst oder Gemüse, dafür mögen sie Milch umso lieber. Aber Achtung: Igel sind laktoseintolerant und leiden nach dem Verzehr von Milch an Magenschmerzen und Erbrechen. Schwachen Igeln sollten Sie auch keine Insekten füttern, denn diese können tödliche Parasiten übertragen.

    Ist draußen Frost zu sehen, füttern Sie die Tiere nicht mehr, sonst verpassen Sie den richtigen Moment, um ihren Winterschlaf zu beginnen. Keine Sorge, das fehlende Futter zu Frostbeginn macht den Igeln nichts aus. Die Tiere erkennen am Ausbleiben, dass es Zeit ist, in den Winterschlaf zu gehen.

    Zu guter Letzt: Sollten Sie einen Teich im Garten haben, ist es ratsam, eine Ausstiegshilfe für Igel anzulegen z. B. ein Holzbrett, auf dem die Igel aus dem Wasser ans Land gehen können. Vor allem nach dem Winterschlaf fallen Igel, wenn sie ihren immensen Durst löschen wollen, ins Wasser und ertrinken. Regentonnen sollte man deshalb auch abdecken.

    Beachten Sie all diese Tipps, sind Sie und Ihr Garten für den nächsten Igelbesuch gewappnet. Viel Spaß beim Beobachten der Tiere!

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